Das Stadtmuseum Pulsnitz zeigt neue Bilder in alten Räumen von Stapinska und Lefebure

Raus dem Elbtal, mal über den Tellerrand guggen. Am Wochenende haben wir mal unserem schönen Radebeul den Rücken gekehrt und sind über Land, vorbei an gelb blühende Rapsfeldern Richtung Lausitz gefahren. Keine halbe Stunde von hier entfernt:

Pulsnitz, berühmt für seine Pfefferkuchen und den Blaudruck. Das Städtchen ist einen Ausflug wert.
Das Stadtmuseum auf der Goethestraße mitten in der Stadt zeigt zur Daueraustellung des Lausitzer Töpferhandwerks und des traditionellen Blaudruckes neue Bilder in alten Räumen.
Dazu der Leiter des Hauses, Andreas Jürgel
(O-Ton)
im Erdgeschoss beherbergt das Museum das gemütliche Café „Marie“, mit seiner bezaubernden Inhaberin, die leckeren Kuchen und italienischen Kaffee anbietet.
In den Ausstellungsräumen überraschen alten Maschinen und ein riesiger Webstuhl, die vom althergebrachten Handwerk zeugen.
Unser Besuch gilt jedoch hauptsächlich der Ausstellungseröffnung der polnischen Künstlerin Magdalena Anna Stapinska und dem belgischen Maler und Illustrator Bart Lefebure.
Die Zeichnungen von Frau Stapinska zeigen wunderlich gemusterte, drachenähnliche Tierchen oder Zellen die aufgrund ihrer surrealistischen Makro-Malerei die Phantasie anregen und staunen lassen. Man wünscht sich fast eine Lupe, um die Details ihrer Zeichnungen richtig bewundern zu können.
(O-Ton)
Eine riesige, futuristische Drachenfigur, deren Schuppen aus den Metalleinsätzen von Teelichtern stammen, ist Hauptteil der Schau.
Ganz im Gegensatz zur polnischen Künstlerin stehen die Bilder von Bart Lefebure. Bei längerem Hinsehen erkennt man eine Struktur wie eine Klaviertastatur, selbst in Gebäude- und Schienenstrukturen. Dabei zeigt der Grafiker stets sehr einfache, geschwungene Formen. Trotz ihrer Einfachheit haben sie jedoch irgendwie auch etwas Melancholisches. Darauf haben wir den Künstler gesprochen.
(O-Ton)
Zu sehen ist die Ausstellung noch bis Mitte Oktober 2017.
Ein lohnender Ausflug.

26. Karl-May-Festtage 2017

Vom 26. bis zum 28. Mai 2017 fanden in Radebeul die diesjährigen Karl-May-Festtage statt. Wie jedes Jahr zog es auch diesmal wieder bei bestem Wetter mehrere Tausend große und kleine Karl-May-Fans in den Lößnitzgrund. Für diejenigen, die nicht dabei sein konnten oder für diejenigen, die das Fest noch einmal Revue passieren lassen wollen, haben wir hier die drei tollen Tage noch einmal zusammengefasst.